Many Hill Show 08

Kurz nach sieben Uhr bin ich aufgestanden und kurz vor acht Uhr machte ich mich  auf den Weg in die Stadt. Dort parkierte ich mein Auto und stieg aufs Bike um. Es war noch bitter kalt und ein zäher Nebel lag über der Stadt. Hoffentlich wird es bald wärmer...

Ich war viel zu früh am Bahnhof wo ich mich mit Peter verabredete und deshalb konnte ich mir gut noch einen Becher heissen Kaffee gönnen. Die Fahrt zu Christophs Flamme Rouge, runter ins Stadtzentrum,  war dann wirklich richtig brrr... und wir waren froh, da auf eine warme Stimmung zu treffen. Die Singlespeed-Fraktion hatte sich da zum Frühstück zusammengefunden und da sollte auch der Treffpunkt der IBC-Ti-Gruppe sein, wo ich mich dazuzählte, war ich doch gerade deshalb mit dem KISH unterwegs. Leider waren wir dann ein sehr kleines Grüppchen. Lediglich 4 Titanfreunde waren heute dabei. Die   Singlespeeder waren bestimmt an die 30 Leute, die zum Teil von weit her anreisten. Interessante Menschen, eine eigene Spezies Radfahrer (muss man ja wohl sein, wenn man mit nur einem einzigen Gang mountainbiken will).

Wie immer, war die Many Hill Show eine Art Schnitzeljagd oder Mountainbike-Orientierungsfahrt. Man erhielt ein Ticket als Zeitkontrolle, welches man sechs Mal unterwegs an einer Bahn- oder Busstation abstempeln musste. Zusätzlich erhielt man eine Streckenbeschreibung und Hinweise zu den insgesamt 18 Fragen, die man unterwegs beantworten musste. So stand da zum Beispiel die Frage:  Bei der Aussichtsbank steht ein Wanderwegweiser. Wie lange brauchen Wanderer bis zum Egelsee. (a) 10 (b) 20 (c) 30 Minuten. Die richtige Antwort konnte man mit einer Sicherheitsnadel einstanzen und so markieren. Wirklich ideenreich, wie das gemacht wurde.

Kurz vor halb elf starteten dann Peter, Thomas (IF Ti-Bike mit Rohloff) und ich zusammen in Richtung Triemli und Üetliberg. Rasch stellten wir fest, dass die Wegangaben seeehhhr rudimentär waren. Immer wieder gelangte man an Abzweigungen und wusste nicht so genau wohin. Da half es jeweils, auf andere Biker zu warten oder auf Sichtdistanz zu Anderen zu fahren. Auf der Fahrt nach Baden verzog sich langsam aber sicher der Hochnebel und es wurde endlich auch etwas wärmer. Die Strecke war wirklich spannend. In Baden angekommen, hatte ich bereits 47 Kilometer auf dem Tacho und wir waren schon drei Stunden unterwegs. Klar, dass wir in einem Strassenrestaurant etwas essen wollten und dabei auf spätere Fahrer warten. Das hat dann auch wirklich gut getan. Dies auch in Anbetracht dessen, dass nun mit Lägern-Hochwacht, Altberg, Gubrist und Hönggerberg noch kräftig Höhenmeter anstanden.

Ab Baden waren wir dann zu fünft unterwegs. Zwei Biker  haben sich uns angeschlossen. Wohl auch deshalb, weil ich den weiteren Streckenverlauf kannte und wir so weniger anhalten mussten um  zu klären, wo wir langfahren müssen. Wir fuhren sehr gemütlich, weil wir alle langsam die schon gefahrenen Kilometer zu spüren begannen und nun auch das Wetter richtig gut war und so zum Geniessen einlud.  So wurde es dann nach 17:00 Uhr, als wir am Bucheggplatz unser Ticket ein letztes Mal abstempelten. Danach ging es zum Schlusspunkt, dem Grillen bei der offenen Velorennbahn in Örlikon. Dort stellten wir dann fest, dass wir wohl so ziemlich die letzte Gruppe waren, denn als wir ankamen, machten sich schon viele bereits auf dem Heimweg. Was soll's Wurst und Bier war noch da. Als wir dann unsere Karten abgaben wurde uns dann leider gesagt, dass wir nicht in die Wertung aufgenommen werden, weil wir nach 17.00 im Ziel gewesen waren. Unser letzter Stempelaufdruck zeigt klar 17:17 Uhr und 17:00 sei Schluss gewesen. Schade, wir hatten alle geforderten Punkte angefahren und alle Fragen beantwortet und nun interessierte das niemand mehr. Aber völlig egal. Wir wollten mit netten Leuten eine schöne Tour fahren und das war es wirklich. Mit oder ohne Wertung. Bis ich wieder beim Auto war und mir die Tourdaten auf dem GPS ansah wusste ich, weshalb ich doch recht müde war. Es war ein langer, schöner Tag. Der Tacho sagt: 83 km., 5:01 Std., 1'780 Hm.

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Kommentare

    • Geschrieben vonPeter
    • am
    Hoi Beat, 83km?!?!?! Plus die km´s von Oerlikon nach Uster? Ach du meine Güte - kein Wunder, dass ich so platt bin ;-) Aber schön war´s !! Vor allem die Abfahrt von den Lägern und vom Altberg. Und schwarze T-Shirts sind nicht so wichtig. Danke, dass Du mich mitgenommen hast. Peter
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